Welt-Tuberkulose-Tag: Mehr Investitionen in Medikamente, Impfstoffe und Früherkennung nötig

23. Mrz. 2018

Zum morgigen Welt-Tuberkulose-Tag erklärt Ottmar von Holtz, Obmann im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

Es gibt zwar mittlerweile wirksame Medikamente gegen die Krankheit. Doch diese Medikamente sind teuer und werden gerade in ärmeren Ländern fast nie eingesetzt. Stattdessen können sich viele – wenn überhaupt – nur die veralteten Medikamente mit starken Nebenwirkungen leisten. Diese beiden Aspekte sollten für die Bundesregierung doppelter Anreiz für schnelles und effektives Handeln sein: der Zugang zu Sanitäranlagen einerseits und der Zugang zu günstigen und wirksamen Medikamenten andererseits.

Der neue Gesundheitsminister Jens Spahn sollte das Jahr 2018 nutzen, um das Thema Tuberkulose in den Vordergrund zu stellen und Investitionen für bessere Medikamente, Impfstoffe und Früherkennung zur Verfügung stellen.

Tuberkulose ist eine der Krankheiten, die im 21. Jahrhundert eigentlich nichts mehr zu suchen haben, weil sie mit verbesserten Hygienebedingungen recht einfach eingedämmt werden können. Gerade in Slums, Flüchtlingslagern oder Konfliktgebieten können diese Hygienestandards jedoch oft nicht gewährleistet werden. Sobald eine Person die Erreger in sich trägt, ist sie hochansteckend.

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